FSG Landhaus

NÖN Artikel - Beamtenarbeit zu Hause?

Im Vorjahr hatten die beiden sozialdemokratischen Personalvertreter (FSG) in der Landhaus-Zentrale in St. Pölten mit einer Umfrage für Wirbel gesorgt. Die große Mehrheit in der Dienststellenpersonalvertretung (DPV), die die NÖ Arbeitnehmervertretung (NÖAAB) stellt, hatte sich dagegen ausgesprochen.

Michael Fertl und Kurt Malicek von der FSG haben die Umfrage dennoch durchgeführt, diskutiert wurde sie im DPV-Ausschuss bislang jedoch noch nicht. Deswegen sorgten die beiden anfangs der Woche mit einem E-Mail an alle Bediensteten im St. Pöltner Landhaus für Aufsehen. Darin wird als ihr Ergebnis der Umfrage eine „ökosoziale Verwaltungsreform" gefordert. Sprich: Mitarbeiter sollten mehr von Zuhause aus arbeiten können und nur noch an bestimmten Tagen in St. Pölten sein.

Das würde den Verkehr verringern und hätte auch soziale Auswirkungen, weil die Menschen in ihren Regionen bleiben könnten. Natürlich müsste dies freiwillig passieren. Und nur bei jenen, die nicht unbedingt an ihrem Arbeitsplatz in St. Pölten sein müssen, so Fertl.

Klaus Scheidl vom ÖAAB ist über diesen Vorstoß etwas verwundert. Man könne doch solche Sachfragen „miteinander besser als gegeneinander lösen". „Wir sind ja nicht spinnefeind", so Scheidl. Fertl und Malicek hätten das Thema ja in der entsprechenden Sitzung einbringen können. Außerdem sei die Dezentralisierung der Arbeitsplätze kein neues Thema. „Mit dem beschäftige ich mich fast täglich", so Klaus Scheidl.

Quelle: NÖN/MARTIN GEBHART