FSG Landhaus

Dezember 2014

Seit die FSG-Landhaus im März 2012 ihr Konzept der „Ökosozialen Verwaltungsreform“ präsentiert hat, ist viel Zeit vergangen. Zeit, die man dafür nutzen hätte können, die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu klären, Erfahrungen aus bereits über Jahre laufenden derartigen Arbeitsmodellen einzuholen und die Voraussetzungen für einen Pilot-Versuch im NÖ Landhaus zu schaffen.

Es hat uns fast zwei Jahre gekostet, die FCG-Personalvertreter dazu zu bringen, einen gemeinsamen Brief an unseren Dienstgeber zu richten, in dem er ersucht wurde, sich „die Sache“ doch einmal genauer anzusehen. Die Antwort auf dieses Schreiben haben wir leider erst jetzt (Oktober 2014) mit folgender Kernaussage erhalten: „Die LAD hat namens des Dienstgebers die Zulassung von Heimarbeitsplätzen eindeutig abgelehnt!“

Als Gründe dagegen wurden z.B. folgende Punkte angeführt: Gleichbehandlung (wer darf daheim arbeiten?), Sicherung des Datenschutzes, Zurverfügungstellung benötigter Infrastruktur, fehlende soziale Kontakte („Vereinsamung“), und noch so einiges.

Unserer Einschätzung nach sind all diese „Probleme“ lösbar und sollten einfach einmal einen Versuch wert sein. Es gibt viele große Institutionen (Ministerien, Arbeiterkammer, große Privatfirmen wie Siemens u.a.), die das Modell „Heimarbeit“ schon seit Jahren mit Erfolg praktizieren. Warum also sollte das bei Landesbediensteten nicht funktionieren? Und auch dort dürfen nur bestimmte MitarbeiterInnen maximal 16 Stunden (=2 Tage) daheim arbeiten und kommen natürlich zu dienstlichen Besprechungen und Terminen an ihren Arbeitsplatz in die Firma – von „Vereinsamung“ also keine Spur!

Leider haben wir bisher erfolglos versucht, unseren Dienstgeber in einem persönlichen Gespräch über unsere bisherigen Recherchen zu informieren und seine Bedenken auszuräumen. Sollten wir, die FSG-Personalvertreter im NÖ Landhaus, keinen Termin bekommen, werden wir auf andere Weise versuchen, ihn für eine „Ökosoziale Verwaltungsreform“ zu überzeugen!

Wussten Sie schon, dass

unser Dienstgeber beabsichtigt, Außendienststellen zu schließen? Das bedeutet, dass noch viel mehr MitarbeiterInnen nach St. Pölten pendeln müssen. Mehr Fahrzeit heißt früher aufstehen, später heimkommen, weniger Freizeit – also mehr Stress, Müdigkeit und Frustration. Mehr körperliche und seelische Belastungen, die wiederum zu weniger Leistung und mehr krankheitsbedingten Ausfällen führen. Nein Danke! Dann lieber eine Ökosoziale Verwaltungsreform, die genau das Gegenteil bewirken würde! Das ist aber anscheinend vom Dienstgeber nicht gewollt!

fsg-newsflash_dezember_2014.pdf