FSG Landhaus

Antrag bei der Dienststellenversammlung/Öko Soziale Verwaltungsreform


Sachverhalt:


Das Amt der NÖ Landesregierung beschäftigt im NÖ Landhaus derzeit ca. 3.600

Bedienstete, welche je nach Art ihrer Tätigkeit und Beschäftigungsausmaß von ihrem

Wohnort an bis zu fünf Tagen pro Woche nach St. Pölten pendeln müssen. Dies führt

nicht nur zu großen physischen und psychischen Belastungen der MitarbeiterInnen

und mindert damit wesentlich deren Lebensqualität, sondern verschlingt auch einen

nicht unerheblichen Teil von deren Freizeit und Einkommen (Fahrtkosten).

Durch die vielen Fahrten vom und zum Arbeitsplatz kommt es zu einem verstärkten

Verkehrsaufkommen, da die dafür eigens eingesetzten Wiesel-Busse mehrmals am

Tag durch ganz NÖ geführt werden müssen. In vielen Fällen stehen die öffentlichen

Verkehrsmittel (Bus, Bahn) nicht immer in zumutbarem und notwendigem Ausmaß

zur Verfügung. Der dadurch erzwungene Individualverkehr durch Fahrten mit dem

Privat-PKW verursacht nicht nur immense Schadstoffbelastungen, sondern birgt

auch ein verstärktes Unfallpotential und dadurch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für

die Bediensteten.


Vorschläge:


Die Einführung einer von uns konzipierten „Ökosozialen Verwaltungsreform"

(= Schaffung von Heimarbeitsplätzen) würde durch den Wegfall der Fahrten

vom/zum Arbeitsplatz eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen der

MitarbeiterInnen bringen (= soziale Komponente).

Der Wegfall unzähliger Fahrten vom/zum Arbeitsplatz mit Kraftfahrzeugen jeglicher

Art würde zu einer Schonung von Ressourcen und einer Einsparung von

umweltschädlichen Emissionen führen (= ökologische Komponente).

Der Dienstgeber würde dadurch nicht nur Kosten im Bereich des

Fahrtkostenzuschusses und der optimierten Nutzung der Büroinfrastruktur sparen,

sondern auch die physische und psychische Arbeitsbelastung seiner

MitarbeiterInnen verringern. Besseres Arbeitsklima und höhere Leistungs-

/Konzentrationsfähigkeit wären die unmittelbaren Folgen, wovon der Dienstgeber

zusätzlich profitieren würde (= Verwaltungsreform).


Antrag:


Die FSG-Personalvertreter Michael Fertl und Kurt Malicek stellen daher folgenden

Antrag an die Dienststellenversammlung im NÖ Landhaus:

  • Der Dienstgeber soll die „Ökosozialen Verwaltungsreform" in Form eines


Pilot-Projektes erproben. Dafür sollten in möglichst vielen Abteilungen

Freiwillige ausgewählt werden, welche die ihnen zugeteilte Arbeit an 1-2

Tagen pro Woche von ihrem Wohnort aus erledigen. Nach Ablauf eines

Testlaufes sollen die erzielten Ergebnisse unter Einbindung der

Personalvertretung evaluiert werden.

Michael Fertl Kurt Malicek

DPV-Personalvertreter